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Fraktur bezeichnet einerseits die Gruppe der gebrochenen Druckschrif- ten - “gebrochen” wegen ihrer Linienführung, die sich durch “Elefanten- rüssel” an verschiedenen Majuskeln und “Entenfüßchen” an den Minuskeln auszeichnet - und andererseits eine Untergruppe dieser Schriften.
Nach Entstehung der gotischen Form (um 1200 in Frankreich) als erster Frakturschrift und der “Schwabacher” (um 1470 in Deutschland) als zweiter Frakturschrift tritt diese Untergruppe 1517 das erste Mal in Er- scheinung und sollte ab dieser Zeit bis ins 20. Jahrhundert zur meistbe- nutzten Druckschrift im deutschsprachigen Raum werden. Deshalb wird sie auch deutsche Schrift genannt.
Als 1941 die Antiqua (unsere heutige Buchschrift) zur Normalschrift er- klärt wird, führt dies weitgehend zur Verdrängung der Fraktur. Dennoch existieren auch heute noch zahlreiche Drucksachen in Fraktur, die aus der damaligen Zeit stammen.
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